„Die Werke der Kunst gehören nicht Einzelnen,
sie gehören der gebildeten Menschheit an“.
Goethe
Auszeichnung und Verpflichtung zugleich
Der Eintrag in die UNESCO-Welterbeliste "Bauhaus und seine Stätten in Weimar und Dessau" ist mit drei Objekten in Weimar vertreten, während die Eintragung "Klassisches Weimar" 13 Objekte umfasst. Goethes Handschriften finden sich im "Memory of the World". Die Einträge auf der Welterbeliste unterstreichen einmal mehr Weimars überragende kulturgeschichtliche Bedeutung in verschiedenen Epochen.
Das Bauhaus in Weimar
Zwischen 1919 und 1933 revolutionierte die Bauhaus-Schule, in Weimar gegründet und später in Dessau, architektonische und künstlerische Konzepte und ihre Umsetzungen. Die Bauten der Bauhaus-Professoren von Walter Gropius bis Hannes Meyer, László Moholy-Nagy bis Wassily Kandinsky begründeten den Bauhaus-Stil, der das Design und die Architektur des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt hat. In Weimar nahm das Bauhaus 1919 seine Arbeit auf und veranstaltete 1923 seine erste Leistungsschau. Beispielhaft für die Weimarer Bauhaus-Architektur ist das „Haus am Horn", das nach einem Entwurf Georg Muches 1923 als Musterhaus realisiert wurde.
Das Klassische Weimar
Das Ensemble „Klassisches Weimar" stellt ein einzigartiges Zeugnis einer vergangenen, doch nachwirkenden Kulturepoche dar - der Weimarer Klassik, der durch die europäische bürgerliche Aufklärung vorbereiteten höfischen und bürgerlichen Kultur in einer mitteleuropäischen Residenz um 1800. Die Aufnahme Weimars in die Welterbeliste, 1998, begründete die UNESCO mit der „großen kunsthistorischen Bedeutung öffentlicher und privater Gebäude und Parklandschaften aus der Blütezeit des klassischen Weimar" und mit der „herausragenden Rolle Weimars als Geisteszentrum im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert".

















