31.01.2008 | Aktuell |

Weimar bleibt Mekka für Feinschmecker

Er bleibt der Beste: Marcello Fabbri.

Hauben, Kochlöffel und ein Stern

Hauben, Löffel und ein Stern

Von Kerstin Sucher

Weimar darf sich weiterhin mit Thüringens König der Köche schmücken: Marcello Fabbri vom Restaurant „Anna Amalia“ hat seinen Michelin-Stern verteidigt und belegt in der Thüringer-Restaurant-Hitliste 2008 den 1. Platz. Die errechnet sich aus den Hauben, Kochlöffeln, Punkten und Sternen, die die namhaftesten Restaurants-Guides verleihen. Seit 1993 kocht der gebürtige Italiener im berühmten Hotel Elephant in Weimar, nunmehr fünf Jahren in Folge adelt der rote „Michelin“ den 37- Jährigen und sein hervorragendes Team mit dem begehrten Stern und kürt ihn somit zum König der Köche des Freistaates Thüringen.„Der Große Restaurant & Hotel Guide“ bestätigt Fabbri, dass er seiner italienischen Heimat treu bleibt und „wunderbar leichte mediterran inspirierte Gourmandisen, die mit kreativen Elementen moderner Küche den anspruchsvollen Gaumen zusätzlich begeistern,“ komponiert. Der „Schlemmer Atlas“ schließt sich dem an: „Für den in Rimini geborenen ist es eine Ehre, die Raffinesse und Kreativität der italienischen Küche ...  präsentieren zu können.“

Fabbri überzeugte die strengen Tester aller Guides mit seiner exzellenten Kochkunst. Der des „Michelin“ schwärmt von dem „im Salzteig gegarten Loup de mer mit gedünsteten Artischocken“ sowie den „im Tempurateig gebackenen Jakobsmuscheln mit Zucchini-Carpaccio und Rhabarber“ und der „Variation vom Lamm mit Pesto und Mini-Auberginen.“  Sogar der wegen seiner scharfzüngigen Bemerkungen und Beurteilungen gefürchtete wie beliebte „Gault Millau“ hat nichts zu bemängeln. Er vergibt 17 von 20 möglichen Punkten, die „höchste Kreativität und Qualität, bestmögliche Zubereitung“ bedeuten.

Zu den Spitzenrestaurants in Weimar gehört auch das „Alt Weimar“ im gleichnamigen Hotel. Sten Fischer, noch nicht einmal ein Jahr Chefkoch des „Alt Weimar“, erkochte auf Anhieb 13 Punkte beim „Gault Millau“, „Der Große Restaurant & Hotel Guide“ findet, dass die Küche „mit einer schönen Auswahl gelungener regionaler und internationaler Gerichte“ überzeugt. Auf dem nächsten Platz von Weimars Restaurant-Hitliste folgt das 

 â€žLe Goullon“ im Hotel Dorotheenhof mit Küchenchef  Wolfgang Heikel. Durch seine Beständigkeit gehört er seit vielen Jahren zu den besten Köchen der Klassikerstadt. Beim „Der Große Restaurant & Hotel Guide“ punktete er mit „geradlinig und sorgfältig zubereiteten Speisen, wobei der hauseigene Kräuter- und Gemüsegarten wichtiger Zutatenlieferant ist“. Etwas ganz Spezielles hat sich Heikel ausgedacht, indem er Speisenfolgen aus Goethes Zeiten nachkocht.

Das „Gasthaus Zum Weißen Schwan“, nachweislich Goethes Stammlokal, gehört ebenfalls zu den von den Guides gelobten Restaurants. Gleich neben Goethes Wohnhaus erfreut(e) es mit gemütlich-rustikalem Ambiente die Gäste und den Tester des „Gault Millau“ mit „bodenständigen Gerichten meist klassischer Herkunft“. Zwölf Punkte für eine „ambitionierte Küche“ sind Anerkennung für die harte Arbeit am Herd.

Neben der reinen „Küchenarbeit“ sollte ein exzellenter Service zu jedem Spitzen-Restaurant gehören. Weimar kann sich damit sehen lassen, denn die Tester hatten in keinem Fall etwas auszusetzen, beispielsweise hob der „Gault Millau“ beim „Gasthaus Zum Weißen Schwan“ den „sehr konzentriert und unprätentiös“ agierenden Service hervor und der „Varta“ bestätigt dem Service im „Anna Amalia“ „Aufmerksamkeit“.Mit Ungeduld erwarten die Gastronomen die neuen Führer der Gastronomie-Szene. Denn wer mit Hauben, Kochlöffeln, Punkten und Sternen ausgezeichnet wird, darf mit Gästezuwachs rechnen. Und nicht nur die großen Küchen-Meister warten auf die Beurteilungen, auch die Gourmets, von denen es immer mehr in Deutschland gibt, sind jedes Jahr auf Neue gespannt. Und sie wissen jetzt: Weimar hat mehr zu bieten, als nur Goethe und Schiller.   

Pressemitteilung als Download

http://www.weimar.de/en/tourismus/service/news/nachrichtendetail/25. May 2013