Umweltpreises der Stadt Weimar
Unternehmen, Betriebe, Verbände und Gruppen sowie Einzelpersonen können sich um den mit 1.500,00 Euro dotierten Umweltpreis der Stadt Weimar bewerben. Der Oberbürgermeister wird die Auszeichnung in einer Festveranstaltung verleihen. Die Teilnehmer am Wettbewerb müssen ihren Firmen-, Vereins- bzw. Wohnsitz in Weimar haben.
Der Umweltpreis würdigt gute Ideen für ein nachhaltiges Weimar. Dazu gehören der nachhaltige Umgang mit Ressourcen, Energieeffizienz und die Entwicklung innovativer Umwelttechnologien. Umweltfreundliche Produktionsprozesse oder beispielhafte Umweltprojekte sind gefragt.
Die Jury bezieht Aspekte wie Originalität, Kreativität und Vorbildcharakter in ihre Auswahl mit ein. Mit dem Weimarer Umweltpreis werden Einsatz und Leistungen ausgezeichnet, die nachhaltig und in vorbildlicher Weise zum Schutz und zum Erhalt unserer Umwelt beitragen.
Auslobung des 22. Umweltpreises der Stadt Weimar 2012.
Bisherige Preisträger
2011 - Erzieherteam der Kindertagesstätte „Kinderland“
Der Umweltpreis der Stadt Weimar ging 2011 an das Erzieherteam der Kindertagesstätte „Kinderland“.
In der Laudatio von OB Stefan Wolf heißt es zum Umweltpreisträger: „Die Kinder der Tagesstätte „Kinderland“ erschlossen sich mit dem Schutzgebiet „Paradies“ selbst einen wichtigen Teil der Natur.
Im Zyklus der Jahreszeiten nahmen sie die Veränderungen im „Natur-Paradies“ wahr und reflektierten das neue Wissen in Zeichnungen, Gesprächen und Liedern.
Das Erzieherteam will mit den „Erkundungsgängen im Jahresverlauf“ die fortgeschrittenen Entfremdung unserer Kinder von der Natur und ihrer Umwelt verhindern.“
2010 - Christoph Thetard, Produktdesign Bauhausuni Weimar
Den 20. Umweltpreis der Stadt Weimar 2010 erhält der Produktdesigner Herr Christoph Thetard für die Entwicklung einer Küchenmaschine, die „R2B2“.
Sie ist das Ergebnis seiner Diplomarbeit und - mit dem alternativem Antriebskonzept:
Drei Küchengeräte werden zentral von einem per Pedal beschleunigten Schwungrad angetrieben und Elektrizität ist nicht mehr notwendig - ein Projekt zur Reduzierung des privat produzierten Elektroschrotts, der oft und in große Mengen illegal in Entwicklungsländern entsorgt wird: eine extreme Belastung für Mensch und Umwelt!
In Asien wird der von uns produzierte Elektroschrott von Kindern über offenem Feuer verbrannt, um an die edlen Metalle zu gelangen. Die gesundheitlichen Folgen für diese Menschen sind verheerend!
Aus der Laudatio des Oberbürgermeisters:
„...Diese innovative und nachhaltige Haushaltsmaschine kann zukunftsweisend sein und uns und unsere Gesellschaft zum Nach- und Umdenken bewegen.“
2009 - Björn Jung, Naturschutzzentrum Weimar/Thüringen und Familie Röth
Der 19. Umweltpreis der Stadt Weimar ging an Björn Jung, der mit seiner künstlerischen Gestaltung des Themas Feinstaub Anregungen zur öffentlichen Diskussion und eine Senkung der Feinstaubbelastung bewirken will. Das Preisgeld ist durch die Jury auf 1.200,00 Euro festgesetzt worden. Eine Anerkennung, verbunden mit einem Preisgeld von 300,00 € erhielt das Naturschutzzentrum Weimar/Thür. e. V. Die Sponsoren sahen die Projekteinreichung vom Naturschutzzentrum Weimar e. V. als pädagogisch einzigartig umgesetzt und daher auch preiswürdig an; Hier ging es um das Umweltbildungsprojekt „Natur erleben - entdecken - erfahren - erforschen“ mit dem Titel „Das Waldprojekt“. Familie Röth erhielt für ihr Umweltengagement beim Bau von Nistkästen eine öffentliche Anerkennung. Die Sponsoren waren der Abwasserbetrieb Weimar und die Stadtwerke-Stadtversorgung GmbH.
2008 - Leonhard Oschütz und Christian Guder
Den 18. Umweltpreis der Stadt Weimar erhalten die Herren Leonhard Oschütz und Christian Guder für das Projekt "Rocko Strauss".
Das als Beitrag zum Weimarer Umweltpreis 2008 eingereichte Projekt beinhaltet im konzeptionellen Ansatz kreative und künstlerische Mittel um sehr beeindruckend Energieerzeugung und Ressourcenschonung zu veranschaulichen. Zwei Studenten des Studiengangs Produktdesign an der Bauhaus Universität Weimar haben im Rahmen eines Semesterprojekts einen mechanischen Straußenvogel entwickelt, der erschaukelte Bewegungsenergie in elektrische Energie umwandelt. Anerkannt wird die spielerische Herangehensweise an das Thema Stromerzeugung und der damit verbundene Aufwand. Physikalische Grundkenntnisse zur Energieumwandlung können einfach vermittelt werden. Die Erkenntnis, dass Strom nicht einfach aus der Dose kommt, hilft auch bei der Heranführung breiter Bevölkerungskreise an das Thema Klimawandel.
Mit dem Projekt "Rocko Strauss" - Spielend Energie Erzeugen wurde eine sehr gute pädagogische Darstellungsmöglichkeit gewählt, um die komplexen Zusammenhänge zwischen der Energieerzeugung und deren Umwandlung zu verdeutlichen. Die Stromerzeugung erfolgt schadstofffrei. Die Energie des "bunten Vogels" wird zur Erzeugung von Ton- oder Lichteffekten genutzt. Gedacht ist der Strauss als Erkenntnisgewinn von Kinder und Jugendlichen, aber auch von Erwachsenen. Bei der Fabrikation des Projekts wurde darauf geachtet, wenig Belastungen für die Umwelt zu entstehen zu lassen, so wurden Recyclingprodukte verwendet. Dieses innovative Projekt ist sehr anschaulich und medienwirksam in der Öffentlichkeit präsentiert worden und hat viele "Schaukler" zum Nachdenken angeregt.
2007 - Anselm Graubner und Jens Elliger
Der Umweltpreis der Stadt Weimar wird im Jahr 2007 den Weimarern Anselm Graubner und Jens Elliger verliehen. Mit der Geschäftsidee, eine Suppenbar „Estragon“ und einen Bio – Laden im Haus Herderplatz 3 anzusiedeln, ergaben sich für sie bei der Bereitstellung von Warmwasser neue Möglichkeiten. Da die benötigten Kühlstrecken mit einer leistungsstarken Kältemaschine versorgt werden mussten, konnten sie die anfallende Abwärme als Nebenprodukt der Kälteleistung sinnvoll zur Warm–Wasserbereitung für das gesamte Objekt nutzen. In einem 500 Liter Warmwasserspeicher wird nun die Wärme über einen Wärmetauscher an das Trinkwarmwasser zur Versorgung der Nutzer abgegeben.
Durch diese beispielgebende Maßnahme können 10.000 KWh Strom im Jahr eingespart werden. Dies entspricht einer Summe von rund 2.200 Euro pro Jahr und eine Verringerung der CO2 Belastung in der Stadt Weimar von ca. 5 Tonnen/Jahr. „In der Zeit, in der Energie immer teuerer wird sollte die Umsetzung dieser Abwärmenutzung Vorbildfunktion für weitere Einsatzgebiete sein“, so heißt es in der Begründung für den Weimarer Umweltpreis 2007 an die beiden Unternehmer. Der Preis ist mit 500 Euro Preisgeld dotiert.
2006 - Forum für erneuerbare Energien
Die Preisträger haben sich die Förderung und Nutzung erneuerbarer Energien zur Aufgabe gemacht. Eines ihrer Hauptanliegen ist es, die Stadt Weimar nicht nur lebens- und liebenswert, sondern auch klimafreundlich zu gestalten. Besonders die Informationsarbeit über ihre Tätigkeiten liegt den Initiatoren des Forums sehr am Herzen. Neben kompetenter und fachlicher Beratung zu Energiefragen im Bereich der Solar- und Windenergie und zur effizienten Nutzung von Biogas und Holzenergie weisen sie auch auf die Möglichkeiten der praktischen Umsetzung hin. Regelmäßig stattfindende Vortragsreihen informieren die Bürger und lassen neue Projekte im Bereich des Umweltschutzes entstehen. So gründete sich auf Initiative der Preisträger auch das erste Bürgerkraftwerk zur solaren Stromgewinnung in Weimar und sicherte Weimar den Aufstieg in die Solarbundesliga.
2005 - Kulturforschungszentrum (KFZ)
Es ist Teil des Trägervereins KulturTragWerk e.V. in Weimar, der seit Jahren an der Planung und Organisation kultureller Veranstaltungen beteiligt ist. Die durch Kreativität und große Öffentlichkeitsbeteiligung bekannten Veranstaltungen sind zum Teil sogar zu Kultereignissen geworden, wie z. B. das jährlich am 1. Mai stattfindende Seifenkistenrennen. Das für 2005 eingereichte Projekt reagiert mit künstlerischen Mitteln auf Wohlstandsmüll und Wegwerfmentalität. Das Prinzip „aus Alt mach Neu“ wird zeitgemäß umgesetzt. Begriffe wie „recycling“, „redesign“, „Sampling als Kulturtechnik“ werden miteinander in Verbindung gebracht: recycelter Abfall wird zum „corporate design“. Es entstanden Prototypen wie Airbags und Einweggurte. Containerteile wurden zu „Chairbags“, Müllcontainer zu mobilen Info-Ständen, recycelte Folien zu Taschen oder Liegestuhlbespannungen. Alles ist brauchbar und optisch durchaus akzeptabel bis bemerkenswert, alles bereits öffentlich vorgestellt und genutzt, u. a. beim Kunstfest oder im Kaffeeladen. Für die vorgestellten Objekte liegt nach Aussage der Einreicher bereits Interesse von Kleinunternehmen vor.
2004 - Gabriele Bergmann
Frau Bergmann wird damit für ihr hervorragendes Engagement für den Vogel- und Fledermausschutz im Stadtgebiet von Weimar gewürdigt. Als eine der tragenden Säulen der Arbeitsgemeinschaft Gebäudebrüterschutz übernahm sie jederzeit viele zeitaufwändige praktische Arbeiten bei der Pflege in Not geratener Vögel. Die Fachjury, bestehend aus Vertretern der Sponsoren, des Naturschutzbeirates und den Fachleuten aus der Umweltverwaltung, würdigt die Arbeit von Frau Bergmann als ein ganz besonderes privates Engagement für den Umwelt- und Artenschutz, dessen Wirkung weit über das persönliche Umfeld der Preisträgerin hinausgeht.
http://www.weimar.de/leben/kulturstadt/hoehepunkte/preise-und-ehrungen/umweltpreis/
