Weimar fordert von der Deutschen Bahn:
- die Wiedereinführung der Halte der durchfahrenden ICEs in Weimar – die Gründe für den Wegfall der Stopps - Bauzuschläge für Erfurt - sind nicht mehr relevant
- langfristig: einen qualitiativ hochwertigen Fernverkehr für die Kulturstadt
- von Bund und Land: pünktlicher Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung und attraktives Regionalbahnnetz
Aktuelle Aktionen und Entwicklungen auf Facebook
Fakten zu den Kürzungen
Am 12.12.2010 hat die Deutsche Bahn AG ihren Fahrplan umgestellt und damit die ICE-Anbindung in Weimar drastisch eingeschränkt. Die DB AG argumentiert, dass die ICE-Züge für die Strecke mit dem Halt in Weimar zwei Minuten länger benötigen. Grund dafür sei die nicht einsetzbare Neigetechnik der Fahrzeuge.
- 350.000 Ein- und Aussteiger im Fernverkehr gibt es jährlich am Weimarer Hauptbahnhof
- Weimar verliert die meisten Fernhalte unter den Thüringer Städten, von 77 auf 42 reduziert, 35 Halte fallen weg
- ICE-Halte sinken sogar von 49 auf 11 Halte
- die IC-Linie 51 aus dem Ruhrgebiet über Erfurt-Berlin zur Ostsee und die ICE-Linie Dresden/Leipzig-Frankfurt sind betroffen - damit sind beliebte durchgehende Verbindungen nach Berlin und in Richtung Ruhrgebiet gekappt worden
- 11 ICEs von und nach Leizig/Dresden fahren täglich ohne Halt durch Weimar
- wer künftig nach Dresden will, muss zu bestimmten Tageszeiten den Umweg über Erfurt in Kauf nehmen
- statt bisher acht umstiegsfreien Verbindungen im Zweistundenrythmus nach Berlin gibt es nur noch drei (um fünf, um sechs und um elf Uhr)
- für die gerade einmal 90 Kilometer lange Strecke von Weimar nach Leipzig verlängert sich die Fahrtzeit von bisher 52 und 56 Minuten mit dem ICE auf bis zu 80 Minuten mit IC
- jeder siebte der rund 40.000 Tagungs- und Kongressgäste im Jahr kommt mit der Bahn nach Weimar
- Analysen belegen: 50.000 Übernachtungsgäste in Weimar kommen jährlich mit der Bahn
Andere Veränderungen:
- die Verbindung nach Kassel ist an den Wochenenden stark eingeschränkt worden
Reaktion der Bahn
Bahn-Vorstand Dr. Rüdiger Grube hat Weimar im Sommer 2011 besucht und eingeräumt, dass eine Berücksichtigung der Einwohnerzahl bei den Planungen nicht reicht. Es müsse auch die Bedeutung Weimars ob seiner Vergangenheit Euinfluss auf die Planungen haben. Er werde "Weimar ab jetzt zu seinem Hobby machen" und alles in seiner Macht stehende tun, um Weimar wieder besser an den Fernverkehr anzubinden.
Zählbare Erfolge gibt es bislang leider nicht.
Bis jetzt wurden die Streichungen aufrechterhalten - mit nicht nachvollziehbaren Begründungen wie beispielsweise einem erhöhten Baustellenaufkommen. Das entbehre aus der Sicht des Bündnisses und von Bahn-Experten jeder Logik – schließlich seien nur drei Minuten für einen Halt notwendig.
http://www.weimar.de/leben/wohnen-und-verkehr/verkehr/naechster-halt-weimar-die-fakten/22. Mai 2013












