Gedenkstätte Buchenwald
Erinnerung an Verbrechen
Auf dem Ettersberg bei Weimar bestand von 1937 bis 1945 das Konzentrationslager Buchenwald, in dem über 250.000 Menschen aus fast 50 Nationen inhaftiert waren. Mehr als 50.000 Menschen überlebten das Lager nicht.
Neben vier ständigen Ausstellungen sind zu besichtigen: Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers, Torgebäude mit Arrestzellenbau, Wachtürme, Krematorium, Kammergebäude und Desinfektion, Bahnhof, SS-Bereiche, Steinbruch und Friedhöfe. Ebenso zugänglich ist das Mahnmal mit der weltberühmten Figurengruppe von Fritz Cremer am Glockenturm.
Im August 1945 wurde das Gelände von der sowjetischen Besatzungsmacht als Internierungslager (Speziallager Nr. 2) genutzt. Bis 1950 waren hier 28.000 Menschen inhaftiert, über 7.000 starben.
Aufnahme in UNESCO-Liste beantragt
Der Freistaat Thüringen stellt einen Antrag zur Aufnahme der Gedenkstätte in das UNESCO-Weltkulturerbe. Das ehemalige Lagergelände des Konzentrationslagers Buchenwald soll "als elementares Zeugnis der nationalsozialistischen Verbrechen und der Geschichte des 20. Jahrhunderts" in die Welterbeliste aufgenommen werden. Das Kultusministerium reicht den Antrag bei der Kultusministerkonferenz ein. Diese entscheidet über die Liste, die Deutschland bei der UNESCO einreicht.
Zwei UNESCO-Einträge für Weimar gibt es bereits: Das Klassische Weimar und die Stätten des Bauhauses. Mit der neuen Bewerbung soll die Gesamtverbindung zwischen Buchenwald und Weimar hergestellt werden. Darauf hatten immer wieder auch Überlebende des ehemaligen Konzentrationslagers eindringlich hingewiesen, etwa die Nobelpreisträger Elie Wiesel und Imre Kertész.
http://www.weimar.de/tourismus/sehenswuerdigkeiten/museen/gedenkstaette-buchenwald/25. Mai 2013
Öffnungszeiten:
April - Oktober
10-18 Uhr, Einlass bis 17:30 Uhr
November - März
10-16 Uhr, Einlass bis 15:30 Uhr
Ausstellungen montags geschlossen. Lagergelände täglich geöffnet.
Adresse
Gedenkstätte Buchenwald
Buchenwald
99427 Weimar
E-Mail
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