Goethe beeinflusste die Gestaltung des Landschaftsparks sehr stark. Heute finden sich Spuren klassischer und nachklassischer Zeit. Charakteristisch sind die zahlreichen Sichtachsen. Gestalterischer Höhepunkt ist das Römische Haus. Heute ist der Park beliebtes Ziel für Einheimische und Touristen.
Die barocke Gartenanlage im strengen französischen Stil angelegt, wurde später in einen englischen Garten umgewandelt. Zur Orangerie für die wertvollen Orangenbäume und Lustgarten gesellten sich später noch der Russische Garten, ein Heckengarten und ein Irrgarten.
Der jüngste Sohn Anna Amalias, Prinz Constantin, legte die ersten landschaftlich gestalteten Partien an. Als seine Mutter ihren Sommersitz nach Tiefurt verlegte, setzte sie die Parkgestaltung schrittweise fort. Später wurde er umgestaltet und erneuert.
Ein Kleinod thüringischer Gartenkunst – der Schlosspark und der Pücklerschlag – eine lang gezogene Waldwiese mit schön gestalteten Konturen. Eine der vor 250 Jahren angelegten Schneisen wurde wieder frei geschlagen und führt vom Schloss Ettersburg zur heutigen Gedenkstätte Buchenwald.
Der Garten des Goethe-Zeitgenossen und Verlegers Justin Bertuch wurde 1932 umgestaltet. Seitdem sind die für die damalige Zeit charakteristischen Merkmale eines Volksparkes wie Sportplatz, Freibad und Erholungsbereiche dort zu finden.
Goethes Frau Christiane Vulpius diente der Garten zur Versorgung des Haushaltes mit Obst und Gemüse. Goethe führte zeitweise botanische Versuche durch. Der Garten wird heute so erhalten wie er um 1820 bepflanzt war.
Goethes Garten am Stern
Als Goethe das Gartenhaus im Park bezog, gestaltete er den Garten nach seinen Bedürfnissen um. Eine Obstwiese, Gemüsebeete, Blumenrabatten, Rosenspaliere und geschlängelte Wege wurden angelegt. Goethe ließ auch den „Stein des guten Glücks“ errichten.
Der Geheime Rat Franz Kirms gehörte zu den Weimarer Blumisten (Pflanzenliebhabern) und zog viele botanische Raritäten. Seine Nichte Charlotte Krakow pflegte dieses Erbe bis ins 20. Jahrhundert. Im barocken Gartenhaus ist eine Ausstellung zur „Blumistik im alten Weimar“ zu sehen. Der Nachbargarten des Bankiers Moritz ist dagegen ein kleiner Villengarten.
Hinter dem Pfarrhaus der Stadtkirche befanden sich die Gärten der Prediger und Lehrer. Auch der berühmte Theologe und Philosoph Johann Gottfried Herder bewohnte mit seiner großen Familie die Superintendentur. Der sich hinter dem Pfarrhaus erstreckende Hausgarten mit Brunnen, Blumen, Obstbäumen, Beerensträuchern und Gemüsebeeten lag Herder besonders am Herzen. Auf Grundlage seiner Briefe und Gedichte wurde er zu Herders 250. Geburtstag rekonstruiert.