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weimar.deCultureVeranstaltungenÉvénementsDer Überfall auf die Sowjetunion

Der Überfall auf die Sowjetunion

Eine Outdoor-Ausstellung an drei Orten

 
Plakat zur Ausstellung


Ausstellungen

Am 22. Juni 1941 überfiel das nationalsozialistische Deutschland die Sowjetunion. Die Pläne dafür lagen seit langem vor: Es ging um die Eroberung von Land, um den Raub von Ressourcen und die Versklavung der Bevölkerung. Die Propaganda sprach vom entscheidenden Kampf gegen den „jüdischen Bolschewismus“. Damit bereitete sie das Feld für ein beispielloses Morden. In den besetzten Gebieten sollten Juden und Roma vollständig ausgelöscht werden. Unter den Massenmördern waren auch Thüringer: die Männer des Jenaer Polizeibataillons 311 etwa hinterließen eine Terrorspur durch Belarus und die Ukraine.

Die Wehrmacht hatte schon vor dem Angriff befohlen, alle politischen Kommissare der Roten Armee bei der Gefangennahme zu ermorden. Hunderttausende brachte sie zur Zwangsarbeit nach Deutschland. Dort setzte die Gestapo die Suche nach Kommissaren, Staatsfunktionären und Juden fort und lieferte sie der SS in den Konzentrationslagern zur Ermordung aus. Im KZ Buchenwald wurden 8.000 sowjetische Kriegsgefangene in einem umgebauten Pferdestall mit einem Genickschuss umgebracht. Es ist die größte planmäßige Mordaktion in der Geschichte Thüringens.

Zusätzlich zu den Kriegsgefangenen wurden fast 3 Millionen Zivilistinnen und Zivilisten aus den besetzten Teilen der Sowjetunion zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert, Hunderttausende von ihnen nach Thüringen. Hier waren sie rechtlos ausgeliefert, mussten in geschlossenen Lagern leben und das Kennzeichen OST auf der Kleidung tragen. Flucht oder Widerstand endeten im Konzentrationslager.

Diesem Schicksal widmet sich die dreiteilige Außenausstellung „Der Überfall auf die Sowjetunion“ der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora.
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Tuesday, 22.06.2021 until
Monday, 18.10.2021

Opening hours:

Admission is free

Location:

Gedenkstätte Buchenwald
Besucherinformation
99427 Weimar-Buchenwald Map

Organizer:

Gedenkstätte Buchenwald
Besucherinformation
99427 Weimar-Buchenwald

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