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weimar.deKulturVeranstaltungenVeranstaltungskalenderDas Gauforum in Weimar - Ein Erbe des Dritten Reiches

Das Gauforum in Weimar - Ein Erbe des Dritten Reiches

Dauerausstellung zur Historie des Ensembles

 
© Stadtmuseum Weimar K II 028, Fotograf Wilhelm Eichhorn


Ausstellungen

Ab 1936 entstand in Weimar zwischen Altstadt und Bahnhofsviertel das einzige fast fertiggebaute „Gauforum“ in Deutschland. Mit diesem Ensemble aus drei Verwaltungs- und Repräsentationsbauten für die Gauleitung Thüringen, einzelne Gliederungen der NSDAP und die „Deutsche Arbeitsfront“ sowie einem zentralen Aufmarschplatz und der „Halle der Volksgemeinschaft“ wollten sich die örtlichen NS-Eliten im „Trutzgau Thüringen“ ein neues Machtzentrum schaffen. Im Zusammenspiel mit Berliner Behörden, vor allem aber mit Hitler selbst, entwarf der aus Süddeutschland kommende Architekt Hermann Giesler in Weimar den Prototyp für alle deutschen „Gauforen“.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges war das Weimarer „Gauforum“ unvollendet. Die Gebäude mussten daher von den späteren Nutzern, der Thüringer Landesverwaltung, der „Sowjetischen Militäradministration Thüringen“ sowie mehreren Bildungseinrichtungen, fertiggestellt oder umgebaut werden. Städtebauliche Planungen versuchten mehrmals erfolglos, das seit 1945 ununterbrochen genutzte Bautenensemble konzeptionell in die Umgestaltung der Stadt Weimar einzubeziehen.

Seit der Wiedervereinigung ist der Freistaat Thüringen Hausherr des Komplexes. Hier residiert das Thüringer Landesverwaltungsamt. Die an der Stirnseite des zentralen Platzes (heute: Jorge-Semprún-Platz) gelegene „Mehrzweckhalle“ wurde nach 1989 verschiedentlich auch als Veranstaltungsort genutzt. Das grundlegend umgestaltete Gebäude beherbergt seit 2005 das größte Einkaufs- und Erlebniscenter der Klassikerstadt, das „Weimar Atrium“.

Ziel der Ausstellung ist es, die Bau- und Nutzungsgeschichte des Weimarer „Gauforums“ zu dokumentieren und an Hand der unübersehbaren architektonischen Relikte vergangener Epochen bekannte, vergessene oder gar verdrängte Aspekte der Lokal-, Regional- und Nationalgeschichte zu thematisieren.

Bildunterschrift:
Blick von der Asbachstraße nach Osten, Januar 1941. Links das Haus der „Deutschen Arbeitsfront“, rechts die Weimarhalle. Dazwischen steht heute das neue Bauhaus-Museum.
Stadtmuseum Weimar K II 028, Fotograf Wilhelm Eichhorn

Dienstag, 01.10.2019 bis
Donnerstag, 31.12.2020

Öffnungszeiten:

Do, 14.11.2019 08:00 - 17:00
Fr, 15.11.2019 08:00 - 17:00
Mo, 18.11.2019 08:00 - 17:00
Di, 19.11.2019 08:00 - 17:00
Mi, 20.11.2019 08:00 - 17:00
Do, 21.11.2019 08:00 - 17:00
Fr, 22.11.2019 08:00 - 17:00
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Freier Eintritt

Veranstaltungsort:

Thüringer Landesverwaltungsamt, Haus I
Jorge-Semprún-Platz 4
99423 Weimar Karte

Veranstalter:

Kulturdirektion Weimar
Karl-Liebknecht-Straße 5
99423 Weimar

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