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Wilhelm Tell

Friedrich Schiller
ab 14 Jahren

 


Theater, Oper, Konzerte

Kein Drama hat den deutschen Sprichwortschatz so bereichert wie Schillers »Wilhelm Tell«. Dies hat mit der Rolle dieses Schauspiels in der deutschen Geschichte zu tun: Es wurde immer wieder zur politischen Stellungnahme herangezogen. Aber ist es das ›Revolutionsdrama‹ schlechthin? Oder bringt nur der im Alleingang vollzogene Tyrannenmord eine wirkliche Änderung der Verhältnisse hervor?

Schiller entwirft drei Handlungsstränge: Tell weigert sich, den auf dem Marktplatz provokant installierten Hut des brutalen Burgvogts Gessler zu grüßen. Um ihn zur Räson zu rufen, zwingt Gessler Tell, einen Apfel vom Kopf seines ihn begleitenden Sohnes zu schießen. Tell gelingt das Ungeheure. Aber er lässt Gessler wissen, dass ein zweiter Pfeil ihn getötet hätte, wäre der Schuss missglückt. Eine Todfeindschaft ist damit besiegelt. Parallel proben die vom Habsburger Kaiserreich unterdrückten Schweizer den geheimen Widerstand. Und dann gibt es noch die konfliktreiche Beziehung zwischen Berta von Bruneck und Ulrich von Rudenz, die beide in verschiedenen politischen Lagern stehen und ihre Liebe in den sich überschlagenden Ereignissen auf den Prüfstand stellen müssen.

Seit der Uraufführung 1804 wird um die Deutungshoheit dieses Schauspiels gestritten: Mal diente es der eigenen nationalen Bestätigung, mal begleitete es, als Revolutionsstück gelesen, gesellschaftliche Umbrüche. Nun unternimmt Hausregisseur Jan Neumann den Versuch, »Wilhelm Tell« auf seine Aktualität hin zu untersuchen.

Die Premiere fand im Rahmen der »Woche der Demokratie« statt.

Podcast (von Chefdramaturgin Beate Seidel)



Trailer



Trailer: Marius Böttcher

Pressestimmen

»Siehe da, Neumann wagt den Balanceakt und gewinnt. (...) Die Fragen nach Heimat, Gehorsam und Macht schwappen unmittelbar hinüber in Neumanns »Tell«, Gegenwart und Dichtung verschwimmen an diesem Abend immer wieder. (...) Das Ensemble ist ebenfalls stark und balanciert zumeist ebenfalls über schmale Grate, sie schwanken das eine oder andere Mal, doch ohne in den Unterboden zu fallen, fangen sie sich immer wieder, um ihr Aufbegehren gegen den tyrannischen Landvogt nur noch bestimmter zu verkünden.«
Nachtkritik, 01.02.2019, Kornelius Friz


»Das ist alles präzise beobachtet, gut auf die Stückfiguren abgestimmt und diese Überschreibung macht auch sehr viel Spaß beim Zuschauen. (...) Den Spagat zwischen Einfühlung in die Rolle und einem postdramatischen Darüberstehen bekommen die neun Schauspieler, die sich die Rollen aufteilen, gut hin. (...) Nicht nur dieses Finale zeigte, dass Regisseur Jan Neumann sein Handwerk beherrscht - und hier einen klugen, unterhaltsamen, aktuellen Abend hinlegte, der sich in die Inszenierungshistorie auf Augenhöhe einfügen wird.«
MDR Kultur, 02.02.2019, Stefan Petraschewsky

Mit dem Alphornensemble Weimar
Link: mehr Informationen

Freitag, 01.02.2019 bis
Freitag, 22.05.2020

Öffnungszeiten:

Fr, 03.05.2019 19:30
Mi, 12.06.2019 19:30
Mi, 23.10.2019 19:30
Fr, 01.11.2019 19:30
Di, 10.12.2019 10:30
Do, 09.01.2020 19:30
So, 26.01.2020 19:30
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Veranstaltungsort:

Deutsches Nationaltheater Weimar, Großes Haus
Theaterplatz 2
99423 Weimar Karte

Veranstalter:

Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar
Theaterplatz 2
99423 Weimar

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