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Macht mit! Weimarer Corona-Chronik von Kindern und Jugendlichen

Die Corona-Maßnahmen betreffen insbesondere auch euch Kinder und Jugendliche. Keine Schule, kein Kindergarten, keine Freundinnen und Freunde treffen, keine Freizeitangebote oder Vereine. Aber auch mehr Zeit mit der Familie oder um neue Orte zu entdecken. 

Ihr erlebt die Zeit ganz anders als die Erwachsenen und ihr könnt nur wenig oder gar nicht mitsprechen, wenn gerade jetzt wichtige Entscheidungen getroffen werden, die auch euch betreffen.  

Aber uns interessiert, wie ihr die Corona-Zeit erlebt. Gemeinsam mit euch wollen wir ein Buch entwickeln. Die Weimarer Corona-Chronik von Kindern und Jugendlichen. Ihr könnt schreiben, malen oder fotografieren, was euch gerade bewegt oder in den letzten Wochen bewegt hat.  

Alle Beiträge werden online zu sehen sein und je nach Anzahl der Einsendungen in einer Auswahl in einem Buch veröffentlicht. Das Buch wird im Stadtarchiv Weimar aufgenommen. So werden auch viele Generationen nach euch noch lesen, wie die Weimarer Kinder und Jugendlichen in der Corona-Zeit gelebt haben. Alle Erwachsenen werden erfahren, wie es euch geht.  

Alle Weimarer Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren können mitmachen. Schreibt Texte, Tagebucheinträge, fotografiert oder malt, wie ihr Weimar und eure Situation gerade erlebt. Schickt uns eure Beiträge bis zum 10. Juli 2020 an das Kinderbüro.

Per e-mail oder Post an Kinderbüro / Stadtverwaltung Weimar / Schwanseestraße 17 /99423 Weimar

Wichtig ist, die Einverständniserklärung, damit wir eure Fotos, Texte und Bilder auch veröffentlichen dürfen. Die Erklärung gibt es HIER.  

Was bedeutet es für euch, wenn:

  • … keine anderen Kinder (außer Geschwister) zum Spielen da sind,
  • ihr nicht auf dem Spielplatz sein konntet
  • kein Kindergarten, keine Schule mehr stattfindet oder ganz anders ist,
  • man jetzt übers Smartphone und Schulcloud und alleine lernen soll,
  • es vielleicht besser ist, nicht in die Schule oder in den Kindergarten zu gehen
  • die ganze Familie zu Hause ist, 
  • auch die Eltern mehr für euch da sind,
  • die Oma nicht mehr besucht werden darf,
  • Sportvereine, Musikschule, das Schwimmbad, Tasifan, das Kinderbüro u.V.M geschlossen sind,          
  • die besten Freunde, einen geliebten Menschen nicht mehr zu treffen , Familienfeiern, Konzerte, Feste abgesagt werden …
  • ihr vielleicht Angst habt Eltern, Großeltern, Freunde und Freundinnen, Lehrerinnen und Lehrer oder Erzieherinnen anzustecken, weil man als Kind und Jugendlicher als stiller Überträger des Virus „verantwortlich“ gemacht wird, komisch auf der Straße angeschaut und beobachtet wird, nicht mit zum Einkaufen zu dürfen
  • sich ständig die Hände zu waschen und auf alle Körperkontakte - Kuscheln verzichten muss
  •  es viele Dinge gibt, die jetzt auch besser sind als vorher 

Aus Sicht des Stadtarchivs wäre es besonders schön, wenn in den Beiträgen weimarspezifische Dinge vorkämen, also z.B. der Lieblingsspielplatz, der jetzt nicht betreten werden darf oder ganz anders aussieht, die Freizeitaktivitäten, die nicht stattfinden können…  

  • Was ist mein Lieblingsort in Weimar, wie hat er sich jetzt verändert (geschlossen, nicht mehr betretbar)?
  • Auch: Wie verbringe ich die Zeit jetzt? habe ich – vielleicht auf Erkundungstour rund um das eigene Haus – Ecken entdeckt, die ich vorher gar nicht kannte? … Tiere beobachtet, wozu ich sonst gar keine Zeit hatte?

In dem gemeinsamen Projekt von Kinderbüro, Bürgerstiftung Weimar und JULgGmbH wollen wir den Kindern und Jugendlichen Gehör verschaffen und diese Ausnahmesituation für die Stadt Weimar in einem besonderen Zeitdokument festhalten.  

Das Projekt wird gefördert von der Bürgerstiftung Weimar und dem Gemeinschaftsfonds „Kinderrechte stärken“ des Deutschen Kinderhilfswerkes und des Freistaates Thüringen.