Was ist uns heilig?

Weimarer Reden 2017 mit Feridun Zaimoglu (5.3.), Manfred Lütz (12.3.); Elisa Klapheck (19.3.)

Ausgehend von der Frage "Was ist uns heilig?" beschäftigen sich die Weimarer Reden 2017 mit dem heutigen Verhältnis des Menschen zum Glauben - im religiösen Sinne aber auch jenseits davon. Denn Glauben war nie nur an Religionen allein gebunden, sondern prägte schon immer verschiedenste Bereiche: Wissenschaften, Künste, Philosophie, Ökonomie. Der Glaube an eine Sache, an Personen, Meinungen und Werte bestimmt die Handlungen jedes Einzelnen. Doch was ist überhaupt Glauben? Die ewige Suche nach einer höheren Idee, die Fähigkeit in etwas bzw. jemandem zu vertrauen oder einfach nur eine anthropologische Grundstruktur im Sinne von 'irgendwas glaubt jeder'? 

Ist Glauben naiv, unaufgeklärt oder die einzige Möglichkeit, sich in einer differenzierenden Welt zu orientieren? Die diesjährigen Redner*innen sind in ihrer Arbeit auf unterschiedlichste Weise mit Fragen des Glaubens konfrontiert. Aus ihren beruflichen und religiösen Kontexten werfen sie einen ganz persönlichen Blick darauf, was uns und ihnen heilig ist:

"Die Weimarer Reden sind seit 1994 eine Erfolgsgeschichte in ununterbrochener Kontinuität. Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem DNT auch in diesem Jahr wieder ein Programm erstellen konnten, dass sich in hoher Qualität den aktuellen Themen unter ganz besonderen Blickwinkeln widmet." so Oberbürgermeister Stefan Wolf.

Die 24. Ausgabe der von der Stadt Weimar und dem DNT gemeinsam veranstalteten Reihe eröffnet am 5. März Feridun Zaimoglu. Der gefeierte deutsche Autor türkischer Abstammung, der mit seinen Theaterstücken, Romanen und Artikeln mitten ins Herz der aktuellen politischen Debatten zielt, begibt sich in seiner Rede auf eine poetisch-literarische Spurensuche nach dem 'Heiligen' im Alltag. Am 12. März beleuchtet der Autor, Psychiater und katholische Theologe Manfred Lütz "Die Werte, die Wahrheit und das Glück". Tiefsinnig und humorvoll, sympathisch und undogmatisch, locker und amüsant spricht er dabei Klartext über Gott, die Welt, das Leben und die Ewigkeit. Das "Judentum als politische Herausforderung" ist das Thema von Rabbinerin Elisa Klapheck, die am 19. März die Weimarer Reden 2017 beschließt. 

Ihr Vortrag zeichnet nach, wie sich für uns heute 'heilige' Werte wie Menschenrechte, demokratischer Rechtsstaat, Pluralismus und die Gleichberechtigung der Frau aus dem Judentum begründen und die Gesellschaft stärker prägen, als den meisten bewusst ist.

Die drei Veranstaltungen beginnen jeweils um 11 Uhr mit einem einführenden Gespräch, das von der Journalistin Liane von Billerbeck moderiert wird.

Als Hauptsponsoren unterstützen auch in diesem Jahr die Stadtwerke Weimar Stadtversorgungs-GmbH und die Thüringer Netkom GmbH die Weimarer Reden.

Karten zum Preis von 10,50 Euro sind ab sofort an der DNT-Theaterkasse und in der Tourist-Information Weimar sowie online unter www.nationaltheater-weimar.de und www.weimar.de erhältlich. Beim Kauf von Karten für alle drei Reden gibt es 20 % Ermäßigung. 

Ermäßigungsberechtigte zahlen für die Einzelkarten 6,50 Euro, Schüler 4,50 Euro.

 

 

http://www.weimar.de//tourismus/kultur-freizeit/hoehepunkte/weimarer-reden/27. Februar 2017

Kommende Höhepunkte