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29.04.2026 · 19:00 Uhr
Carsten Gansel - ETTERSBURGER GESPRÄCH

Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand

 
Carsten Gansel


Wissenschaft & Bildung

Carsten Gansel

im Gespräch mit Michael Hametner 

Als die DDR unterging, kam es fast über Nacht zur Demontage der gesamten ostdeutschen Literatur. Millionen Bücher wurden vernichtet, Verlage und Betriebe für wenige D-Mark veräußert, Bibliotheken geschlossen. Die Bewertung des schriftstellerischen Schaffens und der literarischen Werke – wie auch jener der bildenden Kunst oder des Theaters – erfolgte nicht nach ästhetischen Maßstäben, sondern nach ideologischen. Autorinnen und Autoren wurden pauschal als »staatsnah« oder »-fern« eingeteilt und aus dem kollektiven Gedächtnis verbannt. Das hatte traumatische Folgen, nicht nur für die Diffamierten. Carsten Gansel zeigt in seinem Buch "Ausradiert?" (Reclam) exemplarisch, warum der Westen im Osten bis heute als dominant und übergriffig empfunden wird. Er wirbt für einen anderen Blick auf die DDR-Literatur. 

Carsten Gansel, geb. 1955 in Güstrow, war seit 1995 über Jahrzehnte hinweg der einzige Ostdeutsche auf einer Professur für Deutsche Literatur an einer westdeutschen Universität. Er lehrt an der Justus-Liebig-Universität Gießen, ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, Vorsitzender der Jury zur Verleihung des Uwe-Johnson-Literaturpreises sowie Vorsitzender der Christa-Wolf-Gesellschaft. Zuletzt erschienen u. a. seine Brigitte-Reimann-Biographie und die Neuedition von Theodor Plieviers Roman Stalingrad.

Michael Hametner, geb. 1950 in Rostock, ist Journalist, Redakteur, Sprecher, Literatur- und Theaterkritiker und Autor.


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Mittwoch, 29.04.2026

19:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Schloss Ettersburg
Am Schloss 1
99439 Ettersburg Karte

Veranstalter:

Schloss Ettersburg
Am Schloss 1
99439 Ettersburg
Telefon: +49 3643 7428420


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