16.03.2026
· 18:00
Uhr
„Landschaft ohne Zeugen.“
Landschaft ohne Zeugen. Buchenwald und der Riss der Erinnerung.Vom Staatsmythos Buchenwald zum Angriff auf die Demokratie

Vorträge, Lesungen & Multimedia
Auch 80 Jahre nach der Befreiung von Buchenwald ist die Erinnerung an den Holocaust, an Verfolgung und Vernichtung in bestimmten Milieus der „demokratischen Mitte“ zu wenig verankert. Die Angriffe auf das, was im Land Gedächtniskultur heißt, kommen nicht mehr nur von rechts. Warum?
Ines Geipel taucht in ihrem neuen Buch »Landschaft ohne Zeugen« noch einmal in die Vergangenheit ein, sucht nach den Quellen der Lagerwelt und befragt die Legenden nach 1945: von der Aufarbeitung im Westen bis zum antifaschistischen Staatsmythos der DDR.
Das Gespräch zwischen Ines Geipel und dem Historiker Justus H. Ulbricht versucht, die Leerstellen im kulturellen Gedächtnis des wiedervereinigten Deutschlands auszuloten. Wo und wie beginnen wir mit der Renovierung unserer Erinnerungskultur, lassen den Opfern Gerechtigkeit widerfahren, ohne die Täter zu vergessen? Was bedeutet der aktuelle Umbruch in der Erinnerungskultur? Was muss gesichert sein mit Blick auf die deutsch-deutsche Gedächtnislandschaft?
Nur wenige Tage nach dem Erscheinen ihres neuen Buches am 11. März 2026 stellt Ines Geipel „Landschaft ohne Zeugen. Buchenwald und der Riss der Erinnerung.“ im Gespräch mit Justus H. Ulbricht vor. Eine Veranstaltung in der Reihe „Übersetzen! Das Schreiber-Sofa im Bücherkubus der Herzogin Anna Amalia Bibliothek“
Ines Geipel ist Schriftstellerin, Hochschullehrerin und ehemalige DDR-Leichtathletin. Ihre literarischen und publizistischen Werke setzen sich mit der deutschen Gewaltgeschichte – sowohl des Nationalsozialismus als auch der DDR-Diktatur – auseinander. 2011 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz am Bande, 2020 den Lessingpreis für Kritik, 2021 den Marieluise-Fleißer-Preis und 2023 den Erich-Loest-Preis.
Justus H. Ulbricht war von 1995 bis 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klassik Stiftung Weimar. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen u.a. die Denkmalsgeschichte und Erinnerungskultur, die Kultur- und Politikgeschichte des deutschen Bildungsbürgertums (1800–1950) und Konzepte von „Heimat“ und „Identität“.
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Montag, 16.03.2026
18:00 - 19:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Studienzentrum
Platz der Demokratie 4
99423 Weimar
Karte
Veranstalter:
Klassik Stiftung Weimar
Burgplatz 4
99423 Weimar
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