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11.03.2026 · 17:00 Uhr
„Neigung aber und Liebe […] durch so viele Zeiten sich erhalten zu sehen, ist das allerhöchste was dem Menschen gewährt seyn kann.“

 


Vorträge, Lesungen & Multimedia

Dr. Elke Richter beschäftigt sich mit Goethes Beziehung zu Charlotte von Stein im Spiegel ihrer Korrespondenz von 1776 bis 1826.

„Neigung aber und Liebe […] durch so viele Zeiten sich erhalten zu sehen, ist

das allerhöchste was dem Menschen gewährt seyn kann.“

Charlotte von Stein war im ersten Weimarer Jahrzehnt Goethes engste Vertraute, an die er mehr als 1700 Briefe geschrieben hat. Als Freundin von Herzog Carl August, Wielands, Herders, des Ehepaars Schiller, der Herzogin Luise und von Goethes „Urfreund“ Knebel gehört sie zu den zentralen Figuren im klassischen Weimar. Wahrgenommen wird sie noch immer vor allem im Bezug zu Goethes Leben und Werk: Sie gilt als Goethes „Muse“, als personifiziertes „Bildungserlebnis“ und Verkörperung der „schönen Seele“. Außerdem soll sie weltabgewandt, sinnenfeindlich, blutleer oder gar prüde gewesen sein, eine Frau, die kalt und asketisch den Dichter an sich zu fesseln sucht, ihn maßregelte und quälte und ihn schließlich in die Flucht nach Italien trieb. Die überlieferten Quellen zu ihrer Person, darunter ihre Briefe und die der Zeitgenossen zeichnen ein anderes Bild. Sie vermitteln das Porträt einer klugen an Kunst, Literatur und dem  Zeitgeschehen interessierten Frau, empathisch und begabt für Freundschaften beständig in ihrem Charakter, dabei aber überraschend unsentimental.


Vereinsmitglieder frei; Gäste 3 €

Mittwoch, 11.03.2026

17:00 - 18:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Stadtmuseum Weimar
Karl - Liebknecht - Straße 5 - 9
99425 Weimar Karte


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