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27.09.2026 · 18:00 Uhr
Streichquartettabend mit dem Klenke Quartett

 
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Konzerte, Festivals, Show & Tanz

KLENKE QUARTETT

Wolfgang Amadeus Mozart

Streichquartett B-Dur KV 589

Benjamin Britten

Drei Divertimenti für Streichquartett

Richard Strauss

Streichquartett A-Dur op. 2

 

Die vielen Eigenschaften der Streichinstrumente haben große Anziehungskraft auf mich. Auch liebe ich die unendliche Vielfalt der Färbung, und den Gebrach von Dämpfer, Pizzikato und Flageoletts.

Benjamin Britten

Drei junge Komponisten widmen sich dem Streichquartett: Was beim 16-jährigen Richard Strauss und beim gerade vier Jahre älteren Benjamin Britten noch Fingerübung zur Aneignung des Metiers ist, zählt beim 34 Jahre jungen Mozart bereits zum Spätwerk.

Richard Strauss schrieb während seines langen Komponistenlebens nur ein einziges Streichquartett, und das bezeichnenderweise schon mit 16 Jahren. Mozart, Haydn und Beethoven bildeten für ihn die „klassische Trinität“, der er früh nachzueifern suchte. Deshalb war ein klassisch angelegtes Quartett als Gesellenstück für ihn vermutlich die naheliegende Wahl, schließlich galt das Nachahmen großer Meister schon immer als probates Mittel zum Erlangen eigener Meisterschaft. Der jugendliche Strauss lieferte eine perfekte Stilkopie in frühromantischer Tradition, die in Form und Tonfall über Mendelssohn zu den Wiener Klassikern zurückweist.

Sehr viel häufiger schärfte Benjamin Britten seine kompositorischen Werkzeuge an der Streichquartettform. Die drei Divertimenti gehören zu solchen studentischen Übungen und porträtieren als kurze Charakterstücke einige seiner Studienkameraden.

Als Wolfgang Amadeus Mozart 1789 nach seinem Besuch am Hof Friedrich Wilhelms II. den Entschluss fasste, eine weitere Sechserreihe von Streichquartetten in Angriff zu nehmen, geschah dies nicht, weil die Welt noch eines Beweises für seine Meisterschaft bedurft hätte. Grund für den neuerlichen Anlauf waren eher Geldsorgen. Da der preußische Regent ein ambitionierter Cellist war, begann Mozart in der Hoffnung auf königlichen Geldsegen bereits während der Rückreise, einige Sätze mit exponierten Cellopassagen zu skizzieren. Der erhoffte Erfolg blieb aus. Nur für drei der geplanten sechs Quartette fand er noch die Kraft und sah sich bald gezwungen „diese mühsame Arbeit, um ein Spottgeld herzugeben, nur um in meinen Umständen Geld in die Hände zu bekommen“. Mozarts prekäre Situation konnte jedoch nicht verhindern, dass seine »Preußischen Quartette« bis heute zum Reifsten gehören, was je für zwei Geigen, Viola und Violoncello komponiert wurde.


Eintritt: 27 € /22 € | Schüler und Studenten: 5 €

Sonntag, 27.09.2026

18:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Konzertsaal des Musikgymnasium Schloss Belvedere
Schloß Belvedere 1
99423 Weimar Karte

Veranstalter:

Kammermusikverein Weimar e.V. - AUFTAKT Klenke Quartett
Albrecht-Dürer-Straße 8
99423 Weimar


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