Weimarer Weihnacht
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Weimarer Weihnachtstraditionen

Ein Weihnachtsbaum für Alle

Auf dem Weimarer Marktplatz erstrahlt eine prächtige Edeltanne im Lichterglanz. Sie erinnert an eine Tradition, die 1815 begann: Der Weimarer Hofbuchhändler Hoffmann ließ damals einen öffentlichen Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz aufstellen, damit auch Familien, die sich keinen eigenen leisten konnten, am Weihnachtsbrauch teilhaben durften. Bis heute gehört der Baum zum besonderen Zauber der Weimarer Weihnacht.

 

Ein Weihnachtslied für Weimars Kinder

Das bekannte Weihnachtslied „O du fröhliche“ erklingt in Weimar vielleicht besonders oft, denn hier schrieb Johannes Daniel Falk, Zeitgenosse Goethes, Philosoph und Sozialpädagoge, die erste Strophe. Erst später wurde es ein reines Weihnachtslied, nachdem ein Gehilfe Falks die weiteren Strophen aufgeschrieben hatte. Ein kleines Museum im Lutherhof erinnert an sein Wirken, und der Verein Johannes Daniel Falk e. V. setzt sich bis heute für sozial Benachteiligte in Weimar ein.

Weihnachtsklänge vom Rathausturm

Das Glockenspiel im Rathausturm hat 35 verschieden große Meissener Porzellanglocken. Täglich um 10, 12, 15 und 16 Uhr, im Advent zusätzlich um 18 und 19 Uhr, unterbricht ihr zarter, heller Klang das muntere Treiben auf dem Weimarer Marktplatz und lässt weihnachtliche Melodien erklingen, darunter „O du fröhliche“, dessen erste Strophe Johannes Falk in Weimar schrieb.


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