Parks und Gärten

Park an der Ilm

Der Park als Naturerfahrung

Wo heute sanfte Wege durch Wiesen und entlang der Ilm führen, wurde einst Landwirtschaft betrieben. Goethe und Herzog Carl August planten den heutigen Park an der Ilm anfangs gemeinsam: Statt englische Vorbilder zu kopieren, entstand hier etwas Eigenes. Die Natur nicht zähmen, sondern behutsam inszenieren – dieser Plan ging auf. Der Fluss durfte fließen, die Auen weit bleiben und doch ist alles komponiert. Am westlichen Ilmhang wird diese Idee besonders spürbar: verschlungene Pfade, geheimnisvolle Grotten und steinerne Zeichen laden zum Entdecken ein. Die Felsentreppe, auch „Nadelöhr“ genannt, erzählt von Tragik und führt symbolisch aus der Enge ins Licht. Solche Orte sollten berühren, nicht nur gefallen - Natur als Spiegel der Seele.

Auch der älteste Teil des Parks, der „Stern“, zeigt, wie behutsam hier verändert wurde. Aus dem einstigen barocken Lustgarten entstand für die Hofgesellschaft ein eleganter Spazierraum mit breiten Alleen. Hinzu kommen Sichtachsen, weite Blicke, klassizistische Formen. Natur, Architektur und Gestaltung verschmolzen zu einem Gesamtkunstwerk. Inspiriert von seiner Italienreise setzte Goethe später mediterrane auf Akzente: das Römische Haus ist wohl die auffälligste Architektur im Park an der Ilm. 

Beliebtes Ziel bei Besuchern ist Goethes Gartenhaus, das der Herzog ihn kurz nach seiner Ankunft schenkte, um den jungen Dichter an Weimar zu binden.

Der Landschaftspark ist Teil eines kilometerlangen Grünzugs und erstreckt sich über 48 Hektar. Er entstand in der Zeit von 1778 bis 1828.

Wer den Park einmal durchquert hat kann am südlichen Ende in Oberweimar in den Bienenkorb einkehren, das kleine Restaurant im Hof des Bienenmuseums.

Informationen

Adresse

Park an der Ilm
Zentrum
99423 Weimar
Website
Karte

Der Park an der Ilm gliedert sich für Menschen mit Rollstuhlnutzung und Mobilitätseinschränkungen in 2 Bereiche:

oben Belvederer Allee (Liszt-Haus, Römisches Haus) über Asphaltwege;
zum Liszt-Haus, Parkhöhle, Römisches Haus, Schaukelbrücke bis Bienenmuseum
ab Haus Charlotte von Stein, Ackerwand 25/27, Parken Markt 13/14/16 (Wegstrecke bis Römisches Haus 900 m)
oder ab Beethovenplatz Tiefgararge (Wegstrecke Römisches Haus 700 m)
unten im Ilmtal der Corona-Schröter-Weg mit Goethe-Gartenhaus 1,5 km lang über Kieswege;
zum Goethe-Gartenhaus und Corona-Schröter-Weg bis Bienenmuseum
ab Stadtschloss an der Ilm entlang über die Naturbrücke, Parken Burgplatz 4 (Wegstrecke 650 m bis Goethe-Gartenhaus), Parken Markt 13/14/16 (Wegstrecke 720 m bis Goethe-Gartenhaus)
oder ab Kegelbrücke entlang der Ilm zum Corona-Schröter-Weg, Parken Hans-Wahl-Straße (Wegstrecke 780 m bis Goethe-Gartenhaus)
Verbindungswegezwischen oben und unten haben Stufen und Querrinnen; alle Wege treffen zusammen am Bienenmuseum; dieser Rundweg ist 4 km lang; Zugänge ab Innenstadt zum Ilmparküber Pflaster
Goethe-Gartenhaus und Garten am Stern terassenartige Anlage am Hang mit Stufen, für Rollstuhlnutzung nicht geeignet



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Park an der Ilm

Tipp

Mit dem Fahrrad durch den Park an der Ilm fünf Kilometer bis zum Schlosspark Tiefurt fahren - zwei Parks am Fluss.
Ilmtalradweg


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