Klassisches Weimar

Stadtschloss

Ostflügel wird wieder eröffnet

Der Ostflügel des Stadtschlosses wird am 2. Oktober 2026 mit einem Festwochenende bis 4. Oktober 2026 nach acht Jahren erstmals wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Ein neues Besucherzentrum und neue Veranstaltungsräume laden das Publikum ein, das Schloss nach der Restaurierung zu bewundern. In exklusiven Führungen sind auch die prächtigen Dichterzimmer und die Schlosskapelle im Westflügel zu besichtigen.


Prächtige Residzent der Herzöge

Die heutige Gestalt des Weimarer Stadtschlosses, der Residenz der Herzöge von Sachsen-Weimar und Eisenach, ist das Ergebnis von über fünfhundert Jahren Baugeschichte.

Als Goethe nach Weimar kam, war das schloss eine Brandruine. Nur Umfassungsmauern, der Schlossturm und Teile des alten Flügels blieben nach dem Brand 1774 erhalten. Für den Wiederaufbau berief Herzog Carl August eine Schlossbaukommission unter der Leitung von Johann Wolfgang Goethe ein. Eine Aufgabe, die den Dichter über Jahrzehnte begleitete. Die klassizistische Innenausstattung aus dieser Zeit gilt als besonders beeindruckend – allen voran das Gentzsche Treppenhaus und der Festsaal. Heute verwandelt sich das Schloss erneut: zu einem offenen Haus und einem Ort der Begegnung.

Im Westflügel befinden sich neben den privaten Gemächern des Fürstenhauses die von Großherzogin Maria Pawlowna zwischen 1835 und 1847 eingerichteten Dichterzimmer – Gedenkräume für Christoph Martin Wieland, Johann Gottfried Herder, Friedrich Schiller und Johann Wolfgang Goethe. In exklusiven Führungen sind diese prächtigen Räume und die Schlosskapelle an den Wochenenden bereits zu besichtigen.

Der Südflügel, zwischen 1912 und 1914 unter Großherzog Wilhelm Ernst gebaut, schloss den Hof zum Park hin ab. Seit 1923 ist das Stadtschloss Museum und zugleich Verwaltungssitz der Klassik Stiftung Weimar.

Die Restaurierung des Süd- und Nordflügels sowie die komplette Eröffnung des Westflügels wird bis 2030 andauern.


Dichterzimmer und Schlosskapelle

Echte Schätze sind schon jetzt im Westflügel des Schlosses zu besichtigen: Die bereits fertiggestellten Dichterzimmer und die Schlosskapelle sind exklusiv an den Wochenenden im Rahmen von Führungen zugänglich. Die Dichterzimmer sind glanzvoll ausgestattete Gedenkräume, die jeder für sich ein Kunstwerk darstellen: Maria Pawlowna ließ die Memorialstätten für die verstorbenen Dichter Goethe, Schiller, Herder und Wieland einrichten. Carl Friedrich Schinkel, der bedeutende Baumeister des Klassizismus, wirkte an der Gestaltung mit. Die Räume verweisen mit jedem Bild und zahlreichen Schmuckelementen auf die Werke der vier Geehrten. Die erst nachträglich von Großherzog Carl Alexander eingerichtete Schlosskapelle wurde bis zur Unkenntlichkeit zweckentfremdet genutzt. Heute überrascht der zweigeschossige Kirchenraum mit seinem ursprünglichen neoromanischen Stil und den starken byzantinischen Anleihen.

Führungen durch die Dichterzimmer

  • Jeden Samstag in der Sommersaison (21. März - 01. November) | 11.30 - 12.30 Uhr und 13.00 - 14.00 Uhr
  • Treffpunkt: Löwenportal am Stadtschloss
  • Tickets

Führungen durch die Schlosskapelle

  • Jeden Samstag in der Sommersaison (21. März - 01. November) | 12.00 - 13.00 Uhr und 14.00 - 15.00 Uhr
  • Treffpunkt: Löwenportal am Stadtschloss
  • Tickets

Informationen

Eröffnung

Nach acht Jahren öffnet der erste Teil des Weimarer Residenzschlosses wieder. Der Ostflügel wird am 1. Oktober 2026 nach aufwendiger Restaurierung zugänglich. 

1. bis 4. Oktober 2026
Wochenende der offenen Türen

Öffentliche Fürhungen durch die Dichterzimmer

Sa: 11:30-12:30 Uhr und 13-14 Uhr

Adresse

Schlossmuseum
Burgplatz 4
99423 Weimar
Fon: 03643 - 54 60
E-Mail
Website
Karte

Bus: Goetheplatz alle Linien, Wegstrecke 650 m, temporär Citylinie direkter Haltepunkt

Parken:
2 Behindertenparkplätze Burgplatz am Schloss, Wegstrecke 200 m,
3 Behindertenparkplätze Markt 13/14/16, Wegstrecke 300 m

Menschen mit Sehbehinderung / Hörbehinderung: Assistenzhunde eingeschränkt erlaubt, Tastpläne zum Festsaal ausleihbar an der Kasse, Voranmeldungen für Spezialführungen und Tastkabinett mit Gegenständen zum Anfassen, 2 mobile Hörschleifen zur Nutzung der Audioführung, Film- und Spracherklärung zur Ausstellung und Geschichte sowie schriftlich als PDF im Internet und als ausleihbarer Textausdruck

Menschen mit Mobilitätseinschränkung: 
Museumseingang: über historisches Pflaster im Schlosshof, alternativer Weg für Rollstuhlnutzung rechts und links am Gebäude entlang über 200 m Pflaster, Doppelflügeltür 2x84 cm, Schwelle 3 cm

Kasse, Information, Shop, Ausstellung im EG: Counter / Tresen 110 cm hoch

Historische Treppen: Steinstufen und Handläufe

mit Rollstuhl
zum 1.OG über Seiteneingang nur in Begleitung mit Museumspersonal
zum UG mit Automatiktür 94 cm breit über 2 Rampen 2,5 m und 4,1 m mit 6% Neigung
zum EG über Plattformlift 75x97 cm mit Traglast 300 kg
zum OG mit Aufzug / Lift

Aufzug / Lift ab EG nur in Begleitung mit Museumspersonal: Taster 150 cm hoch, Türöffnung 84 cm, Kabine 135x100 cm

Behinderten-WC im EG: über Flur 100 cm breit, Türgriff 105 cm hoch, Tür 93 cm breit, Bewegungsfläche 106x105 cm, WC 50 cm hoch und 70 cm tief, Haltegriffe beidseitig mit Zwischenabstand 56 cm, links klappbar mit Bewegungsflächen 62 cm, rechts fest (55 cm), Waschbeckenhöhe 85 cm unterfahrbar, kein Notruf

Begriffserklärung:
UG-Untergeschoss
EG-Erdgeschoss
OG-Obergeschoss



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