Goethe-Nationalmuseum mit Wohnhaus

Manche Orte erzählen Geschichte. Dieser hier lässt sie spürbar werden. Am Frauenplan betreten Sie kein Museum. Sie betreten ein Zuhause. Goethes Zuhause. Hier traf sich, was Rang und Namen hatte. Künstler, Denker, Neugierige aus aller Welt. Heute gehen Sie durch dieselben Räume. Sehen, was Goethe sah. Spüren, was ihn umgab. Seit 150 Jahren öffnet dieses Haus seine Türen und zieht die Menschen an, Jahr für Jahr.
Die Sanierung ab November 2026
Für drei Jahre wird das Wohnhaus behutsam erneuert. Damit das, was Sie hier erleben, auch morgen noch zu sehen ist. Nach einem Abschiedsfest am 31. Oktober und 1. November 2026 übernehmen für drei Jahre Restauratoren, Denkmalpfleger und Ausstellungsgestalter die 18 Räume, das Inventar und die Kunstgegenstände - 2.700 Objekt gilt es für die Zukunft zu sichern.
Und Goethe? Der bleibt. Im Gartenhaus. Im Park an der Ilm. In der Faust-Ausstellung. In den Dichterzimmern im Stadtschloss.
Und ganz neu auch digital: Im Goethe-Nationalmuseum öffnen sich Räume, die sonst verborgen bleiben. Sie schauen ihm beim Arbeiten zu. Entdecken seine Sammlungen. Nähern sich seinem Denken. Zu entdecken. Zu erleben. Zu verstehen. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, anzufangen.
Über das Wohnhaus
Eines der wichtigsten Zeugnisse des klassischen Weimars: Fast 50 Jahre lang bewohnte Johann Wolfgang von Goethe das im barocken Stil erbaute Haus am Frauenplan. Es wurde nach den Vorstellungen des Dichters umgebaut. Heute ist weitgehend der Zustand aus Goethes letzten Lebensjahren zu besichtigen. Aus konservatorischen Gründen ist die Besucherzahl limitiert
Kurz nach dem Tod des letzten Enkels Walther von Goethe wurden das historische Wohnhaus Goethes und seine hinterlassenen Kunst- und naturwissenschaftlichen Sammlungen in die Trägerschaft des 1885 gegründeten Goethe-Nationalmuseums übergeben. Für die anwachsenden Bestände sind 1913 und 1935 zwei Museumsbauten errichtet worden, in denen sich heute das zentrale Foyer, Ausstellungsräume, Schaumagazine und Studienräume befinden.
Die Ausstellung im Museum
Das Goethe-Nationalmuseum befindet sich im selben Gebäudekomplex wie Goethes Wohnhaus. Die Ausstellung "Lebensfluten - Tatensturm" erschließt Goethes Leben und Wirken. In der Ausstellung wird in elf Räumen die Vielschichtigkeit Goethes weit über sein literarisches Schaffen hinaus verdeutlicht – von seiner politischen Funktion als Staatsmann über seine zeichnerische Tätigkeit bis hin zu seinen botanischen Studien.
Für beide Häuser gilt dieselbe Eintrittskarte.



Informationen
Öffnungszeiten
Sommer (vom 21. März bis 1. November)
Di - So: 09:30 - 18:00 Uhr
Winter (vom 2. November bis 20. März)
Di - So: 9:30 - 16:00 Uhr
montags geschlossen
An Feiertagen gelten gesonderte Öffnungszeiten.
Bus: Linie 1 Haltestelle Wielandplatz, Wegstrecke
140 m; Goetheplatz alle Linien, Wegstrecke 650 m
Parken:
1 Behindertenparkplatz Frauentaostraße, Wegstrecke 70 m über Kopfsteinpflaster und Kleinpflaster
Menschen mit Sehbehinderung / Hörbehinderung: Assistenzhunde eingeschränkt erlaubt, taktiler Lageplan mit Erläuterungen in Brailleschrift für beide Häuser, spezielle Führungen auf Anfrage,
5 mobile Hörschleifen zur Nutzung der Audioführungen inklusive Begleitheft, Viodeoguide mit Sequenzen in Deutscher Gebärdensprache
Menschen mit Mobilitätseinschränkung: leichte Klappstühle und 2 Greifradrollstühle mit Sitzbreite 40 cm und 48 cm zur Ausleihe, kein Aufzug im Wohnhaus, für Rollstuhlnutzung Innenhof (historisches Pflaster über Rampe 4 m lang, 5% Neigung, Schwelle 2 cm) und Filmvortragsraum im EG über eine Stufe 9 cm nutzbar
Eingangs-Foyer für beide Häuser:
über 10 m historisches Pflaster, Taster für automatische Glastür 130 cm breit
Kasse, Information, Shop und Ausstellung: Counter / Tresen 90 cm hoch, rutschfeste Rampe zum Shop
Filmvorführungen: 20 min in deutscher Sprache im Nebenraum vom Foyer und
10 min 3D-Animationsfilm im EG vom Goethewohnhaus über Rampe zum Innenhof, Tür 85 cm breit mit Schwelle 9 cm
Vortragsraum: im 3.OG mit Aufzug
Aufzug / Lift: UG bis 3.OG, Taster 85 cm hoch, Türöffnung 110 cm, Kabine 135x140 cm, Tastatur 85 cm hoch, taktile Schrift und Brailleschrift, Lichtsignal
Behinderten-WC im UG: Taster 85 cm hoch, Automatiktür 84 cm breit, Bewegungsfläche 110x210 cm, WC 53 cm hoch und 70 cm tief, Haltegriffe beidseitig klappbar mit Zwischenabstand 80 cm, Bewegungsfläche links 70 cm und rechts 110 cm, Waschbeckenhöhe 85 cm unterfahrbar mit Sensorautomatik, Notruf
Begriffserkläung:
UG-Untergeschoss
EG-Erdgeschoss
OG-Obergeschoss
Rundgang durch Goethes Wohnhaus mit Blicken auf seine Sammlungen und hinter Schranktüren.

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